Tirol

Andreas KuschelLeiter der Landesgeschäftsstelle Tirol
Ing. Andreas Kuschel
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Folgend ein Bericht des 46. sprengtechnischen Seminars in Tirol:

Sprengtechnisches Seminar 2024– Mils bei Hall

Andreas Kuschel

Am Freitag, dem 29. November 2024, fand im Hotel „Der Reschenhof“ in Mils bei Hall das 46. Sprengtechnische Seminar der Landesgeschäftsstelle Tirol statt. Rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie zahlreiche Ehrengäste aus dem In- und Ausland wurden von der Landesgeschäftsstelle bei dieser Tagung begrüßt.

Im Rahmen des Seminars erhielten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die vom Verband der Sprengbefugten Österreichs bereitgestellten Gilet-Jacken mit dem Verbandslogo sowie der eindeutigen Zuordnung als Sprengbefugter (Blaster).

Abbildung 1: Ein interessiertes und gut besuchtes Auditorium verfolgte die Fachvortrage beim 46. Sprengtechnischen Seminar.

Nach der Eröffnung durch den Landesgeschäftsstellenleiter Ing. Andreas Kuschel und den Grußworten des Präsidenten des Verbandes, Hermann Richter, sowie des Vertreters der Fachgruppe der Tiroler Sprengungsunternehmen, Roman Blaas, erläuterte ADir. Markus Knitel – der viele Jahre in der Landespolizeidirektion Tirol für die Vollziehung des Sprengmittelgesetzes 2010 verantwortlich war und 2024 seinen wohlverdienten Ruhestand antrat – die für Sprengbefugte relevanten gesetzlichen Vorgaben und Bestimmungen.

Mag. Thomas Umfer präsentierte den Seminarteilnehmern praxisnah die Neuerungen des ADR 2025. Gleichzeitig bot er eine Auffrischung der rechtlichen Rahmenbedingungen für den Transport von Sprengmitteln auf der Straße – für manche bekannt, für andere eine willkommene Wiederholung. Besonders eindrucksvoll schilderte er, dass selbst Sachschäden bei Transportunfällen schnell von der Presse aufgegriffen werden können, was für die gesamte Branche problematisch sein kann.

Neben diesen rechtlichen Aspekten wurden auch Praxisbeispiele vorgestellt. Mag. Max Ruspeckhofer, Kassenverwalter des Verbandes, Sprengmittelhändler und Sprengsachverständiger, präsentierte einen Felsabtrag zwischen denkmalgeschützten Gebäuden. Hierbei zeigte sich, dass der Einsatz von Sprengmitteln nur eingeschränkt möglich war. Als Alternative kamen Quellzemente zum Einsatz, die jedoch im Vergleich zu Sprengstoffen kostenintensiver und langsamer in der Wirkung sind.

Abbildung 2:Fachkundige Fragen und spannende Diskussionen

Dipl.-Ing. Klaus Stifter von der Koppensteiner GmbH, einem Tiroler Bau- und Abbruchunternehmen, begeisterte mit seinen Ausführungen über Abbruch- und Sprengarbeiten im Zuge des Neubaus einer Innbrücke im Bereich der Unterinntalautobahn. Dabei wurde deutlich, welche besonderen Herausforderungen solche Bauvorhaben mit sich bringen und wie außergewöhnliche Sprengtechniken erfolgreich eingesetzt werden können.

Dipl.-Ing. Mark Ganster von der Austin Powder GmbH, der im vergangenen Jahr von der sprengtechnischen Betreuung verschiedenster Projekte in die Geschäftsführung des österreichischen Unternehmens aufgestiegen ist, gab spannende Einblicke in seinen Erfahrungsschatz. In seinem Vortrag skizzierte er die Zukunftsaussichten der Branche und stellte die entscheidende Frage: Woher kommen wir, wohin gehen wir?

Obwohl es bereits Nachmittag war und die ausgezeichnete Verpflegung allmählich ihre Wirkung zeigte, konnte Andreas Kuschel die Aufmerksamkeit der Zuhörerschaft auf die Neuerungen der Sprengarbeitenverordnung, die im Januar 2024 novelliert wurde, sowie auf die Luftfahrt-ArbeitnehmerInnenschutzverordnung, die für das Lawinenauslösesprengen vom Hubschrauber relevant ist, lenken.

Zum Abschluss des Seminars referierte Serafin Siegele, der 2024 nach 33 Jahren als verantwortlicher Pistenchef und Sprengbefugter der Silvretta Seilbahn AG in den Ruhestand trat. In seinem Vortrag schilderte er eindrucksvoll die Entwicklung des Wintertourismus in Ischgl – vom beschaulichen Skigebiet zum internationalen Massensportzentrum – und die damit verbundenen Sprengarbeiten. Neben den Sommer-Sprengarbeiten für den Pistenbau präsentierte er die neuesten Entwicklungen der Lawinensprengtechnik. Für seine Verdienste um das Sprengwesen und seine herausragenden Leistungen wurde Serafin Siegele mit dem Orden Dynamit pro Pace in Gold ausgezeichnet.

Abbildung 3:Serafin Siegele erhält den Orden „Dynamit pro Pace in Gold“ fur seine herausragenden Leistungen im Sprengwesen

Zum Ausklang der Veranstaltung gab es auf der Terrasse des Hotels einen Glühweinstand, der den Teilnehmern Gelegenheit bot, letzte Erfahrungen und Informationen auszutauschen.

Abbildung 4: Bei Glühwein und guten Gesprächen ließ man das Seminar in geselliger Runde ausklingen

Ein herzlicher Dank gilt allen Vortragenden, den langjährigen Unterstützern und Sponsoren – insbesondere der Wirtschaftskammer bzw. der Berufsgruppe der Sprengungsunternehmer sowie Herrn Gregor Corazza vom Sprengmittellager Zirl – für ihren maßgeblichen Beitrag zum Erfolg der Tagung und die Ermöglichung eines preiswerten Unkostenbeitrags.

Das 47. Sprengtechnische Seminar der Landesgeschäftsstelle Tirol findet am Freitag, dem 28. November 2025, erneut im Seminar- und Wellnesshotel Reschenhof in Mils bei Hall statt. Wir freuen uns bereits darauf!

 

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